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Wissenswertes über die Haut

Freie Radikale

Freie Radikale entstehen bei jedem lebensnotwendigen Atmungs- und Verdauungsprozess im Körper, aber vermehrt auch durch äußere Einflüsse wie UV-Licht, Tabakrauch und Umweltbelastungen sowie Stress und falsche Ernährung.

In jeder Zelle gibt es Tag für Tag über 10.000 dieser hochreaktiven Verbindungen – von innen wie von außen. Diese angriffslustigen Moleküle haben nur ein einziges Elektron und gehen leicht mit anderen Molekülen eine Verbindung ein. Auf der Suche nach einem Partner befallen sie Nachbarmoleküle, denen sie ein Elektron stehlen. Dabei bevorzugen sie Lipide und Proteine in den Hautstrukturen und schädigen Zellbestandteile. Es kann eine Kettenreaktion ausgelöst werden, bei der letztlich die ganze Zelle angegriffen wird. Eine gewisse Menge Freier Radikale wird von unserem Körper abgefangen und „neutralisiert“. Treten jedoch z.B. aufgrund oben genannter negativer Faktoren gehäuft Freie Radikale auf, können die körpereigenen Regenerationsprozesse nicht mehr vollständig ablaufen. Das kann unter anderem zu vorzeitiger Hautalterung führen.

Antioxidantien

Unser Körper ist Freien Radikalen nicht schutzlos ausgeliefert. Stoffe wie z.B. Vitamin C, Beta-Carotin oder Coenzym Q10 gelten als Radikalfänger oder auch Antioxidantien. Antioxidantien können den Oxidationsvorgängen entgegen wirken und Freie Radikale unschädlich machen.
In zelleigenen Reparaturprogrammen werden viele der von Freien Radikalen ausgelösten Schädigungen repariert, doch Antioxidantien können Freie Radikale schon abfangen, bevor die Zellen beschädigt werden.
Zur Unterstützung ist der Körper auf die Zufuhr von Antioxidantien von außen angewiesen und muss sie z. B. mit der Nahrung aufnehmen. Besonders reich an Antioxidantien sind:

  • frisches Obst (zum Beispiel Beeren, Zitrusfrüchte, Weintrauben, Äpfel, Aprikosen und Mangos)
  • frisches Gemüse (wie Karotten, Kürbisse, Tomaten, Paprika, Brokkoli, Spinat und Grünkohl)
  • Vollkorn-Getreideprodukte (die meisten Antioxidantien befinden sich in den Randschichten des Getreidekorns)
  • Rotwein, Schokolade und Tee

Das Besondere liegt im Zusammenspiel der Antioxidantien: Sie können jeweils an anderen Stellen im Zellstoffwechsel ansetzen und Freie Radikale abfangen. Durch die Kombination verschiedener Antioxidantien ergeben sich synergistische Effekte. Aus diesem Grund ist eine abwechslungsreiche Ernährung am besten. Empfohlen werden mindestens drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag. Die regelmäßige Zufuhr einer „klugen“ Kombination verschiedener Nährstoffe kann den Eigenschutz der Haut von innen heraus stärken und helfen, Alterungsprozessen der Haut vorzubeugen.

Allerdings liegt der durchschnittliche europäische Obst- und Gemüsekonsum deutlich unter den Verzehrempfehlungen (Beer-Borst, 2000). Die am häufigsten verzehrten Früchte sind Orangen in Form von Orangensaft sowie Bananen. Beim Gemüse liegen Kartoffeln in Form von Pommes Frites, Tomaten (zubereitet als Tomatensauce) sowie Eisbergsalat auf den ersten Plätzen (Johnston, 2000). Die meisten Menschen essen zu viel, zu fett, oder zu salzig und vergessen dabei, dass eine ausgewogene Ernährung die Energie für alle Zellen liefert und uns gesund, schön und fit hält.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt einen Verzehr von 400g Gemüse und 250g Obst pro Tag. Laut der Nationalen Verzehrs Studie Deutschland von 2008 unterschritten 87,4% der Befragten den empfohlenen täglichen Gemüseverzehr. 59% der Befragten erreichten nicht die Empfehlung zum Obstverzehr. Wenn eine Portion Obst durch Obstsaft/Nektar ersetzt wird, liegen immer noch 43% der Teilnehmer unter der Empfehlung, d.h. es wird immer noch zu wenig Obst gegessen.

Hautalterung

Es gibt die sogenannte extrinsische und die intrinsische Hautalterung.
Die intrinsische Hautalterung wird durch genetische Einflüsse und Veranlagungen sowie innere Faktoren, wie z.B. den Hormonhaushalt bestimmt und lässt sich nur bedingt beeinflussen.

Im Gegensatz zur intrinsischen Hautalterung („biologische Uhr“) ist die extrinsische Hautalterung (umweltbedingt, vorzeitig) nicht nur als eine Verstärkung und Beschleunigung intrinsischer Alterungsvorgänge zu sehen. Sie wird durch Umwelteinflüsse beeinflusst und kann durch entsprechende Verhaltensänderungen deutlich verzögert werden. UV-Strahlen, klimatische Faktoren, Rauchen, Umweltbelastungen, individueller Lebensstil und die Ernährung zählen zu den bekannten extrinsischen Faktoren der Hautalterung.

Beide Formen der Hautalterung gehen mit Elastizitätsverlust und Faltenbildung einher. Charakteristisch für die biologische Hautalterung ist die Ausbildung vieler feiner Fältchen, während die vorzeitig gealterte Haut verdickt und lederartig gegerbt mit unregelmäßiger Pigmentierung erscheint.

Schon ab 20 Jahren setzen Alterungsprozesse in der Haut ein. Die Haut regeneriert sich langsamer, verliert an Elastizität und Festigkeit. Mimikfältchen beginnen sich abzuzeichnen und das Hautbild wird zunehmend unruhiger. Eine Anti-Aging-Pflege zielt in erster Linie auf die Prävention von Falten und Elastizitätsverlust, eine Stärkung der Hautfunktionen sowie eine Vorbeugung und Behandlung von Pigmentflecken ab. Da der Alterungsprozess der Haut vor allem in der Dermis, d. h. in den tiefer liegenden Hautschichten stattfindet und Pflegeprodukte von außen nicht alle Hautschichten durchdringen können, ist es wissenschaftlich bewiesen und sinnvoll, auch von innen den Zustand der Haut wesentlich zu verbessern.

Durch Freie Radikale und Alterungsprozesse der Haut, also extrinsische und intrinsische Faktoren, kann es zu folgenden unerwünschten Erscheinungen des Hautbildes kommen:

  • Verdünnte, transparent erscheinende, unelastische Haut
  • Feine Fältchen oder starke Furchen
  • Verlangsamte Regeneration der Haut
  • Degeneration der kollagenen und elastinen Fasern
  • Lederartig gegerbte Haut
  • Pigmentverschiebungen
  • Verhornungsstörungen und Unregelmäßigkeiten
  • Entzündliche Veränderungen

Gerade die Dermis kann sich schlechter gegen Freie Radikale schützen. Denn in der Epidermis finden sich hohe Spiegel an antioxidativen Enzymen, während die Dermis nur eine niedrige antioxidative Kapazität zeigt. Daher kann UVA, welches im Gegensatz zu UVB bis tief in die Dermis vordringen kann, hier seine schädigende Wirkung besonders effektiv entfalten. Daher ist es auch besonders sinnvoll, Hautschäden und Hautalterung zusätzlich von innen heraus z.B. mit Nutricosmetics entgegenzuwirken.

Dieses Video zeigt, wie der Hautalterungsprozess von Statten geht:

Freie Radikale